Gynäkomastie
Die Gynäkomastie ist eine unphysiologische,
gutartige Vergrößerung der männlichen Brust.
Sie hat in der westlichen Welt eine Inzidenz von
ca. 30% bis zu 64% in unterschiedlichen Studien.
Häufig stellen sich junge, übergewichtige
Männer mit der Vergrößerung beider Brustdrüsen
vor, einseitige Befunde sind selten. In einer
Übersichtsarbeit von Rohrich und Mitarbeitern
[15] werden Äthiologie, notwendige
Diagnostik und Therapieverfahren der Gynäkomastie
in Tabellen aufgeführt. Die Arbeit
kann somit als praktischer klinischer Algorithmus
dienen. Zur Diagnose sei erwähnt, dass
die ausführliche Anamnese und klinische Untersuchung
die Palpation der Hoden immer
einschließen muss. Sollten bei Männern Auffälligkeiten
der Hoden, des Behaarungstyps bzw.
des Habitus vorliegen, so sollte immer eine
Vorstellung beim Endokrinologen bzw. Urologen
erfolgen, da z.B. auch Leydig-Tumore eine
Gynäkomastie hervorrufen können. Die Fragen
nach Alkohol- und Drogenkonsum sowie
der Einnahme von Dopingmitteln (Kraftsportler)
sollten nicht ausbleiben. Bis zum Grad III
der Gynäkomastie (Hyperthrophie < 500 g/Seite
mit Ptose) wird der Drüsen-/Fettgewebeüberschuss
mittels Liposuktion entfernt.
Die
„offene“ Entfernung der Drüse wird zudem
erst in der zweiten Sitzung favorisiert, so dass
nach erfolgter Liposuktion der Haut/Weichteilmantel
schrumpfen und danach eventuell zusätzlich eine offene Resektion des harten,
zentralen Drüsenanteils erfolgen kann.
aus: Was gibt es Neues in der Plastischen
Chirurgie?
S. Langer, L. Steinsträsser, H. U. Steinau und H. H. Homann
(Dr. S. Langer, Dr. L. Steinstraesser, Prof. Dr. H. U. Steinau, Dr. H.-H.
gutartige Vergrößerung der männlichen Brust.
Sie hat in der westlichen Welt eine Inzidenz von
ca. 30% bis zu 64% in unterschiedlichen Studien.
Häufig stellen sich junge, übergewichtige
Männer mit der Vergrößerung beider Brustdrüsen
vor, einseitige Befunde sind selten. In einer
Übersichtsarbeit von Rohrich und Mitarbeitern
[15] werden Äthiologie, notwendige
Diagnostik und Therapieverfahren der Gynäkomastie
in Tabellen aufgeführt. Die Arbeit
kann somit als praktischer klinischer Algorithmus
dienen. Zur Diagnose sei erwähnt, dass
die ausführliche Anamnese und klinische Untersuchung
die Palpation der Hoden immer
einschließen muss. Sollten bei Männern Auffälligkeiten
der Hoden, des Behaarungstyps bzw.
des Habitus vorliegen, so sollte immer eine
Vorstellung beim Endokrinologen bzw. Urologen
erfolgen, da z.B. auch Leydig-Tumore eine
Gynäkomastie hervorrufen können. Die Fragen
nach Alkohol- und Drogenkonsum sowie
der Einnahme von Dopingmitteln (Kraftsportler)
sollten nicht ausbleiben. Bis zum Grad III
der Gynäkomastie (Hyperthrophie < 500 g/Seite
mit Ptose) wird der Drüsen-/Fettgewebeüberschuss
mittels Liposuktion entfernt.
Die
„offene“ Entfernung der Drüse wird zudem
erst in der zweiten Sitzung favorisiert, so dass
nach erfolgter Liposuktion der Haut/Weichteilmantel
schrumpfen und danach eventuell zusätzlich eine offene Resektion des harten,
zentralen Drüsenanteils erfolgen kann.
aus: Was gibt es Neues in der Plastischen
Chirurgie?
S. Langer, L. Steinsträsser, H. U. Steinau und H. H. Homann
(Dr. S. Langer, Dr. L. Steinstraesser, Prof. Dr. H. U. Steinau, Dr. H.-H.
sil - 14. Mai, 17:58
